Gadäwäg

Rütistall

Der Blick von aussen in den Stall stellt mit grossen Leuchtbildern und Toneinspielungen unterschiedliche Personen vor. Sie erzählen von ihren vielseitigen Tätigkeitsfeldern im Tourismus und in der Landwirtschaft. Denn Tourismus und Berglandwirtschaft pflegen in Klosters-Serneus eine wert- und wechselvolle Partnerschaft. Die Bauernschaft hegt nicht nur die schönen Bergweiden oder produziert feine Produkte, sie unterhält die Gäste auch mit vielen attraktiven Angeboten und Anlässen.

Der Alpabzug mit 2000 Besuchern, das Alpfest in Novai, Kulturveranstaltungen, Reitgelegenheiten, Kutschenfahrten oder das Hotschrennen sind leuchtende Beispiele dazu. Der Tourismus wiederum bietet wertvolle Perspektiven zur Ergänzung des bäuerlichen Einkommens mit der Vermietung von Ferienwohnungen, Arbeitsstellen bei Skischulen oder Bergbahnen oder in der Selbstvermarktung.

Informationen:

Der Stall ist nicht begehbar.

Die Inszenierung kann per Druckknopf von 9 bis 18 Uhr gestartet werden.

 

Ein WC gibt es beim Parkplatz Monbiel.

Hennägadä

Im oberen Stockwerk des Besäbeizli Hennägadä können Besucher eintauchen in die Heil- und Wirkkraft von einheimischen Kräutern. Denn in früheren Zeiten versorgten sich die Bergbauern nahezu hundertprozentig aus eigener Kraft. Dazu gehörte auch ein Kräutergarten. Aus seiner Ernte wurden Gewürze, Tee und Heilmittel hergestellt, er diente dem Genuss genauso wie als Naturapotheke.

Das Wissen um die Heil- und Nutzkräfte von Kräutern war ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung von Gesundheit und Wohlbefinden. Besonders die Kräuter in den Alpen verfügen durch ihr langsames Wachstum über eine intensive Wirkung und gelten als besonders gesund. Der Hennägadä zeigt Kräuter wie Pfefferminze und Ringelblume, Süssdolde oder Wegmalve und wie vielseitig sie angewendet werden können.

Informationen:

Der Kräuterraum im Obergeschoss des Hennägadä ist über eine Aussenstiege  rund um die Uhr begehbar. Die Besenbeiz ist teilweise bedient. Falls nicht, ist eine Selbstbedienung eingerichtet.

 

Eine WC-Anlage befindet sich angebaut an den Stall oberhalb vom Hennägadä. Sie ist immer geöffnet.

Bodästall

Der Stall widmet sich ganz den Tieren, die die Klosterser Bauernhöfe bevölkern. Allein rund 1760 Rindviecher weiden jährlich auf Klosterser Alpen, mit fünf Rassen wird Milchwirtschaft betrieben und in Mutterkuhhaltung werden zehn Rassen gehalten. Sogar Yaks leben in kleiner Zahl in Klosters. Der Anteil an Betrieben mit Milchwirtschaft und Mutterkuhhaltung ist in etwa gleich gross. Die Tiere werden im Sommer auf den Kuhalpen Pardenn, Novai, Spärra und Albeina gealpt und liefern wertvollen Käse, Zieger und Butter.
LINK zu Landwirtschaft/Kuhrassen

Aber auch Pferde, Esel, Schafe, Geissen und sogar Lamas und Alpakas bevölkern die Höfe, Weiden und Wiesen. Sie helfen mit, das schöne Landschaftsbild zu erhalten.

Die Klosterser Landwirtschaft sorgt mit einem Vernetzungsprojekt dafür, dass Strukturreichtum, Artenvielfalt und Biotope mit naturnaher und nachhaltiger Bewirtschaftung erhalten und gefördert werden.

Informationen:

Der Stall ist nicht begehbar, die Installation ist von aussen einsehbar.

 

Eine WC-Anlage gibt es an diesem Standort nicht, das nächste WC befindet sich beim Hennägadä.

Bärgstall

Hier klingt die Klosterser Landwirtschaft mit Klanginstallationen des Klangkünstlers Corsin Vogel und Sagenlesungen. Im unteren Stall hört man das Muhen der Kühe, das Melken oder das Trinken der Kälber, oben taucht man ein in die Geräuschwelt auf dem Berg: Dengeln, Rechen, Heuen, Mähen oder ein Gewitter füllen den Raum. Im Heubett kann man sich einnisten und unter den lampenförmigen Lautsprechern eine Reise durch die Sagen der Region machen. Denn auch die Geschichten gehören zur Geräuschkulisse der Berglandwirtschaft.

Wie auch das Knistern des grossen Alpfeuers, wenn sich am Vorabend der Alpbestossung alle darum herum versammeln und vom Ätti oder Ehni alte Sagen und Geschichten erzählen lassen. Und bei Speis und Trank, Spiel und Gesang die Alpauffahrt gefeiert wird. Heimlig tönt auf dem Maiensäss und den Alpweiden das herrliche Klingen der Kuhglocken und emsig rattert der Mäher hinzu, wenn sich die Bergwiesen in der Sonne zum feinen Heu wandeln. Im Winter aber gehören die Berge dem Schnee und dem Wintersport. Im Bergstall kann ihnen nachgelauscht werden, den leisen und den lauten Tönen.

Informationen:

Der Bärgstall ist auf beiden Geschossen rund um die Uhr begehbar. Die Inszenierung ist von 9 bis 18 Uhr in Betrieb.

 

Eine WC-Anlage gibt es an diesem Standort nicht, das nächste WC befindet sich beim Hennägadä.

Kulturstall

Hier wird regionales Kunst- und Kulturschaffen gepflegt mit laufenden Ausstellungen von Künstlern und Kunsthandwerkern. Was früher ein Dach bot für die Nahrung der Tiere bietet nun Nahrung für Herz und Sinne.

Aus dem Stall wird ein Begegnungsort von Einheimischen und Gästen, hier zeigen Künstler aus der Region und auch aus der ganzen Schweiz ihre Werke und ihr Können, lesen, spielen oder musizieren. Der Stall bleibt Heimstatt und Nährboden für Feingeistiges und Handgreifliches.

Informationen:

Der Kulturstall ist täglich von 10 – 17 Uhr offen.

 

Eine WC-Anlage (Toi-Toi) befindet sich beim Kulturstall.

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